Um öffentlich wirksam zu werden, braucht ein Künstler, der meist die Stille seines Ateliers bevorzugt, einen Partner – den Galeristen.
Wenn auf der internationalen Messe für zeitgenössische Kunst in Paris, der FIAC, deutsche
Galerien die Mehrheit des Ausländeranteils stellen, so geschehen im Oktober 2009, wird klar, welche Bedeutung hierzulande der Kunst und ihrer Veröffentlichung zukommt. Es ist nicht verwunderlich, dass es außerdem deutsche Galeristen waren, Hein Stünke und Rudolf Zwirner, deren Initiative wir die Art Cologne verdanken, die älteste Kunstmesse der Welt. Davon zeugt auch der Cologne Fine Art-Preis, den der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V. seit 1996 vergibt, und mit dem Förderprogramm für junge Künstler hat der Verband die Möglichkeiten der Galeristen beträchtlich erweitert.
Um in diesem Metier Großes vollbringen zu können, sollte ein – salopp ausgedrückt – Kunstaussteller die Berufung fühlen. Eine spezielle Ausbildung gibt es nicht.
Mit den Namen berühmter Meister verbinden sich oft auch die Namen großer Kunstliebhaber. Genannt sei Heinz Berggruen. Als er seiner Heimatstadt Berlin die Sammlung „Picasso und seine Zeit“ übergab, begründete er damit seinen Ruhm als größter Galerist Deutschlands. Von seiner engen, freundschaftlichen Beziehung zu Picasso hatte man vordem kaum etwas gewusst. Das Museum Berggruen beherbergt heute über hundert Werke, u.a. Matisse, Klee und Cézanne.
Anderen Sammlern war es gleichfalls ein Anliegen, Kunst den Menschen zugänglich zu machen. Das Museum Ludwig in Köln entstand auf diese Weise.
Mit ihren spektakulären Ausstellungen ist die Leipziger Galerie – gemeint ist Eigen + Art – ein Zentrum junger, unangepasster Kunst geworden. Privat, und bis 1989 illegal, hat der Galerist Gerd Harry Lybke, Künstler, die zu DDR-Zeiten verboten waren, ausgestellt und sich erfolgreich gegen das einstige Regime behauptet. Heute genießt seine Galerie den internationalen Ruf, ein absolutes Muss zu sein.
Die Liebe zur Kunst ist eine bedingungslose, die dem Galeristen viel abgefordert – auch Mut.
Galeristen und ihr Herz aus Kunst
Um öffentlich wirksam zu werden, braucht ein Künstler, der meist die Stille seines Ateliers bevorzugt, einen Partner – den Galeristen.
Wenn auf der internationalen Messe für zeitgenössische Kunst in Paris, der FIAC, deutsche
Galerien die Mehrheit des Ausländeranteils stellen, so geschehen im Oktober 2009, wird klar, welche Bedeutung hierzulande der Kunst und ihrer Veröffentlichung zukommt. Es ist nicht verwunderlich, dass es außerdem deutsche Galeristen waren, Hein Stünke und Rudolf Zwirner, deren Initiative wir die Art Cologne verdanken, die älteste Kunstmesse der Welt. Davon zeugt auch der Cologne Fine Art-Preis, den der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V. seit 1996 vergibt, und mit dem Förderprogramm für junge Künstler hat der Verband die Möglichkeiten der Galeristen beträchtlich erweitert.
Um in diesem Metier Großes vollbringen zu können, sollte ein – salopp ausgedrückt – Kunstaussteller die Berufung fühlen. Eine spezielle Ausbildung gibt es nicht.
Mit den Namen berühmter Meister verbinden sich oft auch die Namen großer Kunstliebhaber. Genannt sei Heinz Berggruen. Als er seiner Heimatstadt Berlin die Sammlung „Picasso und seine Zeit“ übergab, begründete er damit seinen Ruhm als größter Galerist Deutschlands. Von seiner engen, freundschaftlichen Beziehung zu Picasso hatte man vordem kaum etwas gewusst. Das Museum Berggruen beherbergt heute über hundert Werke, u.a. Matisse, Klee und Cézanne.
Anderen Sammlern war es gleichfalls ein Anliegen, Kunst den Menschen zugänglich zu machen. Das Museum Ludwig in Köln entstand auf diese Weise.
Mit ihren spektakulären Ausstellungen ist die Leipziger Galerie – gemeint ist Eigen + Art – ein Zentrum junger, unangepasster Kunst geworden. Privat, und bis 1989 illegal, hat der Galerist Gerd Harry Lybke, Künstler, die zu DDR-Zeiten verboten waren, ausgestellt und sich erfolgreich gegen das einstige Regime behauptet. Heute genießt seine Galerie den internationalen Ruf, ein absolutes Muss zu sein.
Die Liebe zur Kunst ist eine bedingungslose, die dem Galeristen viel abgefordert – auch Mut.